EMS bei Osteoporose, Osteopenie und Sarkopenie: Was kann Training leisten – und wo liegen die Grenzen?

Wenn Begriffe wie Osteoporose, Osteopenie oder Sarkopenie im Raum stehen, tauchen häufig viele Fragen auf.

Darf ich überhaupt trainieren?

Welche Übungen sind sicher?

Kann Krafttraining helfen?

Und ist EMS Training eine Möglichkeit?

Die wichtigste Antwort vorweg:

EMS Training ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Bei bestehenden Erkrankungen oder erhöhtem Frakturrisiko sollte die Trainingsplanung individuell erfolgen und gegebenenfalls ärztlich abgeklärt werden.

Gleichzeitig spielt körperliche Aktivität für Muskelkraft, Bewegungsfähigkeit und Knochen- beziehungsweise Funktionsgesundheit eine wichtige Rolle.


Was ist Osteopenie?

Osteopenie beschreibt eine verminderte Knochenmineraldichte, die noch nicht das Ausmaß einer Osteoporose erreicht.

Sie kann ein Hinweis darauf sein, dass die Knochengesundheit besondere Aufmerksamkeit benötigt.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Alter,
  • Knochenmineraldichte,
  • Frakturrisiko,
  • Ernährung,
  • Medikamenten,
  • weiteren Erkrankungen.

Was ist Osteoporose?

Bei Osteoporose ist die Knochenstruktur verändert und die Stabilität der Knochen kann reduziert sein.

Dadurch steigt das Risiko für Knochenbrüche.

Das österreichische Gesundheitsportal weist darauf hin, dass regelmäßige Bewegung und insbesondere Aktivitäten, bei denen Muskelkraft gefordert wird, eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit spielen können. Gleichzeitig sollte bei erhöhtem Osteoporoserisiko eine fachliche Beratung zur geeigneten Trainingsform erfolgen.


Was ist Sarkopenie?

Sarkopenie bezeichnet den altersbedingten Verlust von Skelettmuskulatur.

Dieser Muskelverlust kann Auswirkungen haben auf:

  • Kraft,
  • Mobilität,
  • Gehfähigkeit,
  • körperliche Leistungsfähigkeit.

Gezieltes Krafttraining und eine angemessene Ernährung können wichtige Bestandteile eines Gesamtkonzepts sein.


Kann EMS Training bei diesen Themen sinnvoll sein?

EMS Training kann eine Form des muskelorientierten Trainings sein.

Ob es im individuellen Fall geeignet ist, hängt jedoch von der jeweiligen Diagnose und der persönlichen Belastbarkeit ab.

Gerade bei:

  • diagnostizierter Osteoporose,
  • frischen Frakturen,
  • starken Schmerzen,
  • neurologischen Erkrankungen,
  • relevanten Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Implantaten oder anderen medizinischen Besonderheiten,

sollte die Eignung vor Beginn professionell abgeklärt werden.


Osteoporose und Krafttraining: Warum die richtige Belastung wichtig ist

Training bei Osteoporose bedeutet nicht:

„Je härter, desto besser.“

Entscheidend ist eine individuell passende Belastung.

Das österreichische Gesundheitsportal nennt unter anderem Muskelkraft, Gleichgewicht und Rückenmuskulatur als wichtige Trainingsbereiche. Gleichzeitig werden bei bestimmten Risikokonstellationen Vorsichtsmaßnahmen empfohlen, beispielsweise bei starkem Vorbeugen oder Verdrehungen der Wirbelsäule.

Deshalb sollte ein Trainingsprogramm nicht einfach aus dem Internet kopiert werden.


Was bedeutet „gelenkschonendes Training“?

Viele Menschen suchen nach einer Trainingsmöglichkeit, bei der sie nicht mit schweren Langhanteln oder hohen Sprungbelastungen arbeiten müssen.

EMS kann hier aufgrund seines Trainingskonzepts für manche Menschen interessant sein.

Aber auch „gelenkschonend“ bedeutet nicht automatisch „für jeden Menschen geeignet“.

Eine Arthrose, Osteoporose oder andere Erkrankung erfordert eine individuelle Betrachtung.


Muskelkraft und Mobilität im Alter

Mit zunehmendem Alter ist nicht nur die Muskelgröße wichtig.

Entscheidend ist auch, was du im Alltag tun kannst.

Kannst du:

  • sicher aufstehen?
  • Treppen steigen?
  • Einkäufe tragen?
  • längere Wege gehen?
  • dein Gleichgewicht halten?

Die WHO betont für ältere Menschen die Bedeutung von regelmäßiger Aktivität, muskelkräftigenden Übungen sowie Balance- und funktionellem Training zur Unterstützung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Sturzprävention.


Körperzusammensetzung im Verlauf dokumentieren

Bei Themen wie Muskelkraft und altersbedingtem Muskelverlust kann es hilfreich sein, die körperliche Entwicklung über einen längeren Zeitraum zu dokumentieren.

Bei M.A.N.D.U. wird vor jeder Trainingseinheit eine InBody-Bioimpedanzanalyse durchgeführt. Je nach verwendetem Gerät können dabei verschiedene Werte der Körperzusammensetzung, beispielsweise die Skelettmuskelmasse und der Körperfettanteil, erfasst und im Verlauf dargestellt werden.

Die regelmäßige Messung dient dabei der Dokumentation und Verlaufskontrolle der Körperzusammensetzung.

Wichtig: Eine InBody-Messung ersetzt keine ärztliche Diagnose und dient nicht zur Diagnose oder Behandlung von Osteoporose, Osteopenie oder Sarkopenie.

Bei bestehenden Erkrankungen oder gesundheitlichen Beschwerden sollte eine medizinische Abklärung erfolgen.

Mehr über unsere InBody-Bioimpedanzanalyse erfahren →

EMS ist kein Ersatz für eine medizinische Behandlung

Dieser Punkt ist besonders wichtig.

Bei Osteoporose, Osteopenie oder Sarkopenie sollte ein Blogartikel keine Heilversprechen machen.

Professionelle Formulierungen sind beispielsweise:

Gut:

„Regelmäßiges, individuell angepasstes Training kann ein Bestandteil eines aktiven Lebensstils und einer Strategie zum Erhalt von Muskelkraft und Funktion sein.“

Nicht gut:

„EMS heilt Osteoporose.“

Oder:

„Mit EMS verschwindet Sarkopenie.“

Solche Aussagen wären medizinisch unseriös.


Wie kann ein sicherer Einstieg aussehen?

Schritt 1: Gesundheitsstatus berücksichtigen

Bestehende Diagnosen und Beschwerden sollten offen angesprochen werden.

Schritt 2: Bei Bedarf ärztlich abklären

Besonders bei diagnostizierter Osteoporose oder anderen relevanten Erkrankungen.

Schritt 3: Individuelle Trainingsplanung

Belastung, Übungen und Intensität sollten zur Person passen.

Schritt 4: Langfristig denken

Körperliche Leistungsfähigkeit entsteht nicht durch ein einzelnes Training.

Regelmäßigkeit ist entscheidend.


FAQ

Kann EMS Osteoporose heilen?

Nein. EMS ist keine Heilbehandlung für Osteoporose.

Kann Training bei Osteoporose sinnvoll sein?

Ja, körperliche Aktivität und gezieltes Training können wichtige Bestandteile der Prävention und Behandlung sein. Die konkrete Trainingsform sollte individuell zur gesundheitlichen Situation passen.

Was ist der Unterschied zwischen Osteopenie und Osteoporose?

Osteopenie beschreibt eine verminderte Knochenmineraldichte. Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Knochenstabilität stärker beeinträchtigt ist und das Frakturrisiko erhöht sein kann.

Was ist Sarkopenie?

Sarkopenie bezeichnet einen altersbedingten Verlust von Skelettmuskulatur und kann mit einer Abnahme von Kraft und Bewegungsfähigkeit verbunden sein.

Sollte ich vor EMS Training einen Arzt fragen?

Bei diagnostizierten Erkrankungen, starken Beschwerden oder Unsicherheit bezüglich der Trainingsfähigkeit ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.


Individuell trainieren statt pauschale Versprechen glauben

Gesundheit ist individuell.

Deshalb beginnt ein sinnvoller Trainingsweg nicht mit einem unrealistischen Versprechen, sondern mit der Frage:

Was ist für dich persönlich und gesundheitlich sinnvoll?

Wenn du herausfinden möchtest, ob EMS Training für deine Situation grundsätzlich infrage kommt, kannst du dich bei M.A.N.D.U. Wien persönlich beraten lassen.

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